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BUND Sachsen-Anhalt

Elbe-Saale-Camp: „Vom Fluss ins Land“: Das 27. Elbe-Saale-Camp beginnt am 28. Juli

17. Juli 2019 | BUND, Flüsse & Gewässer, Klimawandel, Lebensräume, Nachhaltigkeit, Naturschutz

Aktionsbündnis Elbe-Saale – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)


Barby / Magdeburg, 17. Juli 2019: Das Umweltschutzcamp an der Saale-Mündung stellt in diesem Jahr die Zukunftsfragen in den Mittelpunkt und beschäftigt sich mit der Wirkung der Flüsse auf das Land. Elbe und Saale ziehen als Lebensadern durch das Land, bringen Wasser und verbinden Mensch und Natur. In Zeiten monatelanger Dürrezeiten und Niedrigwasser verbessern naturnahe Flüsse den Wasserhaushalt. Diese Fähigkeit an Elbe und Saale zu erhalten und zu stärken, so die Position der Camp-Organisatoren, ist wichtiger als die Illusion einer Wasserstraße aufrecht zu erhalten – einer Wasserstraße, auf der kaum noch Güter transportiert werden.

Während der Woche vom 28. Juli bis zum 3. August werden vom Camp aus mehrere Exkursionen in die Auenlandschaften der beiden Flüsse führen. In Diskussionsrunden wird über die Zukunft unserer bedrohten natürlichen Lebensgrundlagen gesprochen sowie über Alternativen zur Nutzung der Flüsse als Wasserstraße. In den letzten 20 Jahren sind die Gütertransporte auf der Elbe um 90 Prozent zurückgegangen.

Im Rahmen des Elbe-Saale-Camps findet erstmals das NaSo!-Camp, das nachhaltige Sommercamp der BUNDjugend Sachsen-Anhalt statt. Junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren verbinden ihren Einsatz für die Natur mit Campingromantik in schönster Natur. Mit eigenen Programmpunkten, Workshops und Diskussionen, in denen man den Geist von Fridays for Future wiederfindet, bereichern sie das Programm der Flussschützer.

Das Eröffnungsfest beginnt am 28. Juli um 13 Uhr mit einer Aktion zum Erdüberlastungstag, dem schon traditionellen Elbauenspaziergang mit Gedanken zur Flusslandschaft und dem Konzert von „Hin und Her“ aus Barby. Am Mittwoch wird der Umweltschützer Ernst-Paul Dörfler sein aktuelles Buch „Nestwärme. Was wir von Vögeln lernen können“ vorstellen. Am Donnerstag ist ein Besuch von Sachsen-Anhalts Umweltministerin Claudia Dalbert eingeplant. Gemeinsam mit der Ministerin werden die Camp-Teilnehmer kochen und sich dabei über Fragen der Nachhaltigkeit und der biologische Vielfalt austauschen. Ein Höhepunkt des Camps wird das Abschlussfest sein, bei dem unter anderem der Magdeburger Kabarettist Lars Johansen die Landes- und Bundespolitik aufs Korn nimmt und der Magdeburger Akkordeonist Martin Müller auftritt. Das komplette Programm ist unter www.elbe-saale-camp.de zu finden.

Pressekontakt:

Jutta Röseler, Sprecherin Aktionsbündnis Elbe-Saale, mobil: 0175-129 0030

Dr. Thoralf Winkler, Sprecher Aktionsbündnis Elbe-Saale, mobil: 0174-801 0900

E-Mail: info@elbe-saale-camp.de
 

Über das Aktionsbündnis Elbe-Saale

Im Jahre 1992 wurde von der damaligen CDU-Bundesregierung ein Bundesverkehrswegeplan (BVWP 92) beschlossen, der u.a. den Bau einer Staustufe in der Saale bei Klein Rosenburg und die Vertiefung der Fahrrinne der Elbe vorsah. Da diese Eingriffe massive Auswirkungen auf die typische Flusslandschaft erwarten ließen, gründeten Kritiker dieser Pläne das Aktionsbündnis Elbe-Saale, mit dem Ziel, die naturnahen Flussläufe und ihre Auenwälder zu erhalten. Seit 1993 führen Mitglieder des Aktionsbündnisses im Mündungsbereich der Saale ein mehrtägiges internationales Camp durch, um auf die unumkehrbaren Folgen der geplanten und zum Teil bereits realisierten Baumaßnahmen hinzuweisen. Das Aktionsbündnis zählt zu den Mitbegründern des Netzwerkes Flusslandschaften Elbe-Saale-Havel-Oder.

Die Saale-Staustufe konnte durch das Aktionsbündnis verhindert werden. Der Ausbau der Flüsse geht aber weiter und auch der Saalekanal steht weiterhin auf dem Plan der Wasserstraßenbauer. Der BUND Sachsen-Anhalt unterstützt das Aktionsbündnis seit 2018.

Über das Elbe-Saale-Camp

Das Elbe-Saale-Camp findet auf dem Wasserwander-Rastplatz am Elbe-Kilometer 292 nahe der Barbyer Fähre und der Saalemündung statt. Es wird rein ehrenamtlich organisiert. Neben viel Platz auf der grünen Wiese zum Zelten gibt es zwei große Festzelte mit Sitzbänken, Zugang zu Trinkwasser und Strom, mobile Toiletten auf dem Gelände sowie moderne Duschen und Toiletten im 200 Meter entfernten Kanu-Club. Besucher können im Küchenzelt mit der Gruppe gemeinsam Mahlzeiten zubereiten oder sich individuell versorgen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es im etwa einen Kilometer entfernten Barby. Ein Getränkewagen steht die ganze Woche zur Verfügung.

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