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BUND Sachsen-Anhalt

Der Dreistachlige Stichling

Foto: Herbert Frei

Fast in ganz Europa, Nordasien, Nordamerika und Algerien ist der Dreistachlige Stichling verbreitet. Dabei kommt er in salz- und süßwasserhaltigen Fließ- und Stehgewässern vor, wobei er sandigen Untergrund und viele Wasserpflanzen vorzieht und sich zumindest zur Laichzeit nur in Süßwassergebieten aufhält.

Er kann eine Gesamtlänge von bis zu 11 cm erreichen und besitzt keine Schuppen, dafür aber Knochenplatten, die je nach Anzahl und Position als Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Varianten dienen. Der Dreistachlige Stichling lebt außerhalb der Fortpflanzungszeit in Schwärmen und ernährt sich von Kleintieren, Fischlaich und -brut.

Das Stichlingmännchen gräbt zu Beginn der Brutzeit eine Vertiefung in den Boden und legt diese mit Algen aus, wobei es sich nicht davor scheut, aus fremden Nestern Baumaterial zu entwenden. Dieses wird mit einem Nierensekret verklebt. Nachdem das Weibchen mit zickzackähnlichen Schwimmbewegungen angelockt wurde und gelaicht hat, verschwindet es oder wird sogar vertrieben und die Eier werden vom Männchen besamt. Das Männchen verteidigt sein Brutrevier nicht nur vor anderen Tieren sondern auch dem Weibchen gegenüber und sorgt durch Flossenbewegungen für eine Frischwasserzufuhr des Brutgeleges. Aufmerksam sammelt das Männchen aus dem Nest gefallene Eier wieder ein, bis nach 7 bis 12 Tagen die jungen Stichlinge schlüpfen. In den ersten Tagen unternehmen sie ihre ersten Schwimmversuche, werden von dem Männchen aber häufig zurück in das Nest gebracht. Da diese Zeit für Männchen und Weibchen sehr stressig ist, sterben viele von ihnen danach. Ansonsten erreichen sie ein Alter von 2 bis 3 Jahren.  

Nehmen Sie Kontakt auf!

Melanie Medau-Heine

Naturschutzreferentin
E-Mail schreiben Tel.: 0391 - 56 30 78 23

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