BUND Sachsen-Anhalt

Die Gemeinen Stinkmorchel

Die Stinkmorchel bildet als spätes Anfangsstadium eine als Hexenei bezeichnete kugelige bis breit eiförmige Knolle. Das Hexenei wird etwa 5–6 cm hoch und 5 cm breit. Aus dem Hexenei wächst, dank der Wasserreserve in der Gallertschicht, der etwa 20 cm lange und 2–3 cm breite, weiße Stiel mit dem Hut heraus. Der hohle, an der Basis und der Spitze etwas verjüngte Stiel hat eine löchrige Struktur. Der Hut ist etwa 4,5 cm hoch und 2,5 cm breit und wabenartig strukturiert, auf dem Hütchen selbst ist eine ganzrandige, weiße Scheibe. Die Fruchtmasse ist olivgrün bis schwarzgrün, schleimig-flüssig und strömt einen intensiven Aasgeruch aus, wodurch Fliegen angelockt werden. Diese nehmen in wenigen Stunden die Fruchtmasse vollständig auf und verbreiten so die Sporen des Pilzes. Zurück bleibt ein weißes Gebilde, das im Volksmund als „Leichenfinger“ bezeichnet wird. Ihre Fruchtkörper erstrecken sich binnen weniger Stunden, meist am späten Abend oder frühen Morgen.

Die Stinkmorchel gehört zu den „Pilzblumen“, die mehrheitlich in den Subtropen und Tropen vorkommen.

Wer den Pilz kosten will, kann dies dann tun, wenn dieser sich noch im Stadium des Hexeneis befindet. Das Hexenei müssen Sie zunächst ohne die gallertartige Hülle kochen. Anschließend können Sie es in Scheiben geschnitten wie Bratkartoffeln anbraten und verzehren. Geschmacklich erinnert es ein wenig an Rettich.

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Melanie Medau-Heine

Naturschutzreferentin
E-Mail schreiben Tel.: 0391 - 56 30 78 23

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