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BUND Sachsen-Anhalt

Wildkatzen-Wissen

Die Europäische Wildkatze ist, wie Löwe, Luchs und Tiger, ein Mitglied der großen Katzenfamilie und heimisch in Europas Wäldern.


Sie ist kein direkter Vorfahre unserer Hauskatze (Felis catus). Denn diese stammt von Wildkatzen aus dem Nahen Osten, die noch heute in den Wüsten Israels, Saudi-Arabiens und anderen Ländern der arabischen Halbinsel leben.

Dennoch sind wildfarbene Hauskatzen äußerlich nur schwer von Europäischen Wildkatzen zu unterscheiden.

Wichtigstes Merkmal der Europäischen Wildkatze ist ihr breiter, buschiger Schwanz mit zwei bis drei schwarzen Ringen und einem schwarzen, stumpfen Ende.

Gegenüber häufig silbrig-grauen Hauskatzen haben Wildkatzen ein sehr verwaschenes grau-gelbes Fell. Bei wildfarbenen Hauskatzen ist eine deutliche Zeichnug ("Tigerung") zu erkennen, die erwachsene Wildkatzen nicht besitzen. Die schwarzen Zeichnungen junger Wildkatzen verschwinden bereits mit dem ersten Fellwechsel im Winter.

Europäische Wildkatze - Steckbrief

Systematik

Ordnung Raubtier (Carnivora)

Familie Katzenartige (Felidae)

Unterfamilie Kleinkatzen (Felinae)

Gattung Echte Katzen (Felis)

Art Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris)

Merkmale

Fellfarbe beige-grau, weißer Kehlfleck

Fellmuster verwaschene Zeichnung

Körperbau plumper wirkend, besonders im dichten Winterfell

Kopfform breite Schnauzenform

Nase hell fleischfarben

Ohr klein wirkend, da längeres Kopfhaar

Schnurr- und Tasthaare weiß, kräftig ausgebildet

Schwanz stark buschig, stumpfe, schwarze Schwanzspitze, deutlich abgesetzte dunkle Ringe in der hinteren Hälfte

Verhalten sehr scheu, störungsempfindlich, meidet Menschennähe

Abstammung lebte schon vor mehr als 3000.000 Jahren in Europa

 

Ökologie

Fortpflanzung
Paarung zwischen Januar und März

Tragzeit von 63 bis 69 Tage

im März bis Mai durchschnittlich 3 - 4 Junge

Aktionsräume
Streifgebiete der Wildkatzenkater (durchschnittlich 2900 ha) deutlich größer als die weiblicher Katzen (durchschnittlich 664 ha)

Lebensraum
struktur- und totholzreicher Mischwald mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten

Nahrung

Mäuse

z.B. Gelbhals- und Waldmäuse (Apodemus flavicollis, A. sylvaticus)

Rötelmäuse (Clethrionomys glareolus)

Feldmäuse (Microtus arvalis)

Nehmen Sie Kontakt auf!

Nicole Hermes

Projektleiterin Artenschutz, Projektbüro Wildkatze & Co.
E-Mail schreiben Tel.: (0345) 68 25 76 08

Therese Thümmler

Projektmitarbeiterin Artenschutz, Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail schreiben Tel.: (0345) 68 25 76 08

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