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BUND Sachsen-Anhalt

Keine neuen Belastungen für das Mansfelder Land – BUND Sachsen-Anhalt lehnt neue Abfalldeponie in Mansfeld-Großörner ab

01. Februar 2019 | BUND, Kreisgruppen, Nachhaltigkeit, Umweltgifte

Derzeit liegen die Unterlagen für eine neue Abfalldeponie der Fa. Martin Wurzel HTS Baugesellschaft, Mansfeld, aus, die auf Teilen des ehemaligen Freiesleben-Schachts eine neue Abfalldeponie zu errichten. Dazu läuft derzeit ein Planfeststellungsverfahren. Die Deponie soll eine Fläche von über 10 ha einnehmen. Über einen Zeitraum von 25 Jahren sollen fast 3 Mio. Tonnen Inertabfälle eingelagert werden.

Bürgerinitiativen, Umweltgruppen und auch Kommunen vor Ort lehnen es ab, in der mit Schwermetallen und anderen Giften hochbelasteten Region des Mansfelder Landes weitere Deponien zuzulassen.

„Ziel müsse es vielmehr sein, die Region mit viel mehr Tempo zu sanieren und vorhandene Belastungen abzubauen“, so der Landesvorsitzende des BUND Sachsen-Anhalt, Ralf Meyer.

Zahlreiche Untersuchungen haben immer wieder gezeigt, dass das Mansfelder Land zu den am stärksten mit Schwermetallen belasteten Regionen Sachsen-Anhalts gehört. Über den Schlüsselstollen fließen stark erhöhte Schwermetallgehalte aus dem Mansfelder Land über die Saale und Elbe bis in den Hamburger Hafen und die Nordsee. Der Altlastensanierung und dem Bodenschutz kommt daher im Interesse der Umwelt und der hier lebenden Menschen eine hohe Priorität zu. Die Schwermetallbelastungen in den Böden und Pflanzen sind hier so hoch, dass es zu Vegetationsschädigungen, Ertragsausfällen und teilweise zu Belastungen des landwirtschaftlichen Erntegutes kommt. Hieraus ergeben sich Probleme für die landwirtschaftliche Nutzung und ein nicht unerhebliches Gefährdungspotential für die Nahrungskette bis hin zum Menschen. Hier besteht ein großes Handlungsdefizit und der Landkreis Mansfeld-Südharz steht in der Verantwortung, ein Bodenplanungsgebiet einzurichten, wie es im ebenfalls hochbelasteten Landkreis Goslar schon seit langem existiert. Diese Forderung wird auch von Gutachtern erhoben, die festgestellt haben, dass die Schäden am Boden im Raum Mansfeld zum Teil massiv und irreversibel sind, so dass die Umsetzung der Bundesbodenschutz-verordnung im Rahmen des Bundesbodenschutzgesetzes dem Rechnung tragen muss. Teilweise Stilllegungen von Flächen sind in den Untersuchungsgebieten ökologisch wie ökonomisch unvermeidlich. Der Staat und besonders die Region sind in diese Verantwortung mit einzubeziehen. Hier besteht ein erhebliches Handlungsdefizit.

„Es ist kontraproduktiv, in einer so stark belasteten Region weitere Deponien einzurichten“, so Ralf Meyer abschließend.

 

 

Pressekontakt: Ralf Meyer, 0163-2901803,
 ralf.meyer(at)bund-halle.de,  www.bund-sachsen-anhalt.com 

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