Die Fledermaus – Jäger der Nacht

24 Fledermausarten kommen in Deutschland vor, nur zwei davon gelten derzeit als ungefährdet. Sie leiden stark unter der intensiven Land- und Forstwirtschaft, deren Pestizide ihre Nahrungsgrundlage vernichtet.

Die Fledermäuse benötigen unseren Schutz, damit wir diese nützlichen Tiere auch noch in einigen Jahren bei der Insektenjagd beobachten können. Im Sommer bevorzugen sie trockene und warme Plätze und suchen sich somit häufig auf Dachböden oder zwischen Holzverkleidungen einen Unterschlupf. Dort bekommen sie ein bis zwei Junge.

Während des Winterschlafes sind die Fledermäuse auf ungestörte, kühle und feuchte Orte angewiesen. Werden sie dabei gestört, finden die Tiere oft nicht mehr die Kraft, im Frühjahr wieder aufzuwachen. Fledermäuse können nur in einer giftfreien und natürlichen Umwelt überleben – wie wir auch. So helfen schon kleine aber sehr effektive Veränderungen dabei, das Leben der flatternden Säuger zu retten. 

 

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Heimliche Nachtschwärmer

In Deutschland kommen etwa 20 Fledermausarten vor. Viele von ihnen lassen sich auch hier in Sachsen-Anhalt finden. Doch die Fledermausbestände sind sehr stark gefährdet. Ausnahmslos alle von ihnen stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. 

Folgende Arten können in Sachsen-Anhalt beobachtet werden:

  • Großer und Kleiner Abendsegler
  • Fransenfledermaus
  • Zwergfledermaus
  • Nordfledermaus
  • Wasserfledermaus
  • Graues Langohr
  • Braunes Langohr
  • Große und Kleine Bartfledermaus
  • Großes Mausohr Fransenfledermaus 

Selten anzutreffende Arten sind:

  • die Bechsteinfledermaus
  • die Große und Kleine Bartfledermaus
  • die Teichfledermaus
  • der Kleine Abendsegler sowie
  • an wenigen Stellen das Große Mausohr und die Mopsfledermaus. 

    Wir unterscheiden unsere heimischen Fledermäuse aufgrund ihrer bevorzugten Quartiere in zwei Gruppen: Die „Wald-" und „Hausfledermäuse“.   

Störungen vermeiden:

Fledermäuse dürfen in ihren Quartieren nicht gestört und beunruhigt werden. Im Winter kann dies den Erschöpfungstod für die Tiere bedeuten. Im Sommer können menschliche Eingriffe das Verlassen des Quartiers zur Folge haben.  

Der Rückgang der Fledermauspopulation ist gravierend. Dafür gibt es mehrere Ursachen:

  • Biotopverlust
  • gestiegenes Verkehrsaufkommen
  • Verfolgung der Tiere
  • Vandalismus in den Quartieren
  • Einsatz von Insektiziden, welche die Nahrungsquellen vernichten
  • Vergiftung im Quartier

Fledermausschutz: Was Sie tun können!

Jeder Einzelne kann einen wichtigen Beitrag leisten: 

  • Verzicht auf Insektizide im Garten
  • Pflanzenmischung für einen Fledermausgarten
  • Schutz aller Fledermausquartiere
  • Erhalt von Quartiermöglichkeiten
  • Störungen vermeiden
  • Giftfreier Dachumbau
  • Anbringen von Fledermauskästen 

Nehmen Sie Kontakt auf!

Ralf Meyer

Sprecher des Arbeitskreises Naturschutz
E-Mail schreiben

  

Fledermäuse retten

Hier können Sie das Faltblatt downloaden... 

   

Pestizide – eine Bedrohung für unsere Fledermäuse

Hier können Sie die Broschüre downloaden... 

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