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BUND Sachsen-Anhalt

Mehr Schutz für Erdkröte, Grasfrosch & Co.

20. Februar 2020 | Amphibien, Flüsse & Gewässer, Lebensräume, Naturschutz, Reptilien

Der in Sachsen-Anhalt gefährdete Springfrosch (Rana dalmatina) kommt bevorzugt in den strukturreichen Laubwaldgebieten des Landes vor. Bildautor: Marcel Seyring

Pressemitteilung

20.02.2020

 

Wanderzeit von Frosch, Kröte und Co

BUND-Arbeitskreis Feldherpetologie ruft auf, Amphibien- und Reptilienbeobachtungen in Sachsen-Anhalt zu melden

Mit der milden und feuchten Witterung beginnt in den kommenden Wochen wieder die Krötenwanderung. Die ersten Amphibien machen sich von den Winterquartieren auf den gefährlichen Weg zu ihren Laichgewässern. Häufig fallen sie auf ihren Wanderungen dem Straßenverkehr zum Opfer, wodurch die Populationen stark dezimiert werden. Der Landesarbeitskreis Feldherpetologie des BUND sammelt daher auch in diesem Jahr wieder Informationen zu wandernden Fröschen, Kröten, Molchen und Salamandern und ruft zur Meldung von Amphibienbeobachtungen auf. Ziel ist Gefahrenstellen zu identifizieren und Schutzmaßnahmen zu veranlassen.

„Amphibien und Reptilien gehören zu den am stärksten gefährdeten Artengruppen deutschland- und weltweit. Auch in Sachsen-Anhalt sind über drei Viertel der hier vorkommenden Lurche und Kriechtiere in ihrem Bestand gefährdet und in der Roten Liste aufgeführt“, erläutert Marcel Seyring, Biologe und Sprecher des Landesarbeitskreises (LAK) Feldherpetologie Sachsen-Anhalt.

Nicht nur der Straßenverkehr ist Ursache für diese negative Entwicklung. Die Lebensbedingungen für Amphibien haben sich insgesamt massiv verschlechtert. Neben einer Intensivierung der Landnutzung setzen der fortschreitende Verlust von Lebensräumen wie Gewässern, Feuchtgrünland und Brachen sowie Dürreperioden den Amphibien besonders zu. Auch neu eingewanderte Fressfeinde wie der Waschbär oder der Fischbesatz von Gewässern gefährden seltene und geschützte Arten.

„Um die Amphibien- und Reptilien besser schützen zu können, sind wir auf Beobachtungen angewiesen, die uns gemeldet werden“, betont Seyring. „Der Zeitpunkt während der Frühjahrswanderung ist perfekt. Alle Funde, ob im Teich, am Amphibienzaun, auf der Straße oder in anderen Biotopen können mit Foto, Datum, Ort und, sofern bekannt, der jeweiligen Artbezeichnung, per E-Mail an den Arbeitskreis geschickt werden. Unser Ziel ist, einen umfassenden Überblick zu erstellen, welche Arten in Sachsen-Anhalt wo, wann und wohin wandern. Wir wollen herausfinden, wo sich ihre Laichgewässer befinden und welche Straßen und sonstige Barrieren die Tiere auf ihren Wegen überwinden müssen. Selbst die Meldung von toten Tieren an Straßen ist wichtig, damit Gefahrenstellen erkannt und beseitigt werden können.“

Beobachtungen von Amphibien und Reptilien können unter der Adresse feldherpetologie-lsa@web.de gemeldet werden.

Im Landesarbeitskreis (LAK) Feldherpetologie widmen sich engagierte Naturschützer*innen und Fachleute der weiteren Erforschung und dem Schutz von Amphibien und Reptilien sowie ihrer Lebensräume im Land Sachsen-Anhalt. Für Interessierte wird vom 24. bis zum 26. April ist das HerpetoCamp in der Dübener Heide geplant. Anmeldungen sind unter feldherpetologie-lsa@web.de möglich.

Rückfragen:

Marcel Seyring

Landesarbeitskreis Feldherpetologie BUND Sachsen-Anhalt

www.bund-sachsen-anhalt.com/ueber-uns/organisation/die-arbeitskreise/feldherpetologie/

Telefon: 0177-4669189; feldherpetologie-lsa@web.de

www.facebook.com/LAK.Feldherpetologie.LSA

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