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BUND Sachsen-Anhalt

Wasser, Wärme, Strom und Co.

Die jetzige Energieversorgung ist gekennzeichnet durch die Nutzung der fossilen Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas und dem nuklearen Energieträger Uran. Und diese Energieträger werden, um den wachsenden Energiebedarf der Weltbevölkerung zu decken, in zunehmendem Maße verbraucht.

Die Vorräte dieser Rohstoffe sind endlich und schon heute sehen wir die negativen Folgen dieser beider Entwicklungen. Zum einen steigen die Preise für diese Rohstoffe stetig und immer schneller, zum anderen werden die Folgen des Klimawandels durch den Treibhauseffekt immer deutlicher.

Der Treibhauseffekt entsteht durch die Verbrennung fossiler Energieträger und führt zur Anreicherung von CO2 in der Erdatmosphäre. Dies wiederum führt zur allmählichen Erwärmung der Erdatmosphäre und zum Klimawandel.

Das Abschmelzen der Polkappen und Gletscher, die zunehmende Anzahl und Heftigkeit von Wirbelstürmen und Überschwemmungen sowie das Ausbreiten der Wüsten und Dürregebiete sind unübersehbare Anzeichen für den Klimawandel.

Die CO2-Emissionen können vor allem durch die Reduzierung des Energieverbrauchs, eine effizientere Nutzung der vorhandenen Energieträger und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien gesenkt werden.

 

Wasser

Trinkwasser ist kostbar. Nicht nur für die Bereitstellung des Trinkwassers, sondern auch für die Aufbereitung des Abwassers wird Energie benötigt. Der tägliche Wasserverbrauch beträgt in Deutschland durchschnittlich rund 140 Liter. Gut zwei Drittel davon benötigen wir für Baden-Duschen-Körperpflege und die Toilettenspülung. Hier gibt es große Einsparpotentiale – bis auf 80 Liter pro Tag! 

Wofür wir in Deutschland pro Kopf täglich so Wasser verbrauchen:

  • 47 Liter Körperpflege, Duschen, Baden
  • 42 Liter Toilettenspülung (1x Spülen 12 Liter, 1x Sparspülen 6 Liter)
  • 18 Liter Wäsche waschen
  • 8 Liter Geschirr spülen
  • 6 Liter Reinigen, sonstiges
  • 5 Liter Gartenbewässerung
  • 4 Liter Kochen und Trinken 

Gewohnheiten ändern:

Duschen verbraucht bekanntlich weniger Wasser als Baden.

Den Hahn während des Einseifens, Rasierens, Zähneputzens abdrehen!

Technische Hilfsmittel:

Kleine Zusatzgeräte helfen dabei, ohne Komfortverlust die Durchflussmenge Wasser durch die Beimischung von Luftblasen zu begrenzen. In der Dusche kann ein Durchflussbegrenzer zwischen Armatur und Schlauch angebracht werden. Diese Hilfsmittel finden Sie in gut sortierten Sanitärfachgeschäften vor Ort oder online unter: www.bundladen.de

Bitte beachten Sie auch in dieser Hinsicht den „Ratgeber: Gesund und umweltfreundlich renovieren" des Umweltbundesamtes (www.blauer-engel.de/de/der-blaue-engel/publikationen ) und das BUND-Jahrbuch, erhätlich an größeren Kiosken, beim Bahnhofsbuchhandel oder beim Verlag www.ziel-marketing.de  auch als E-Paper. 

Wärme

Durch schlecht isolierte Wände oder Dächer geht viel der mit der Heizung erzeugten Wärme wieder verloren.

Die-se Wärme wird meistens mit fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl, und oftmals auch mit ineffizienten Heizungen erzeugt, womit der Klimawandel weiter befördert wird. Gerade beim Strom und der Wärme gibt es große Klimaschutz- und damit Einsparpotentiale. Die Heizkosten machen den größten Anteil der Mietnebenkosten aus. Hier ist es daher besonders empfehlenswert, den Verbrauch zu reduzieren.

 

Für Eigenheim-BesitzerInnen

Hier zahlt sich eine energetische Gebäudesanierung aus. Als Dämmstoffe sind dabei schadstoffarme, nachwachsende Naturmaterialien wie Holzfaser, Kokos, Hanf, Zellulose oder Wolle zu empfehlen.

Auch durch das Erneuern der Heizung können Sie Energie sparen und damit Ihre laufenden Kosten senken. Hierbei sind (auf dem Land) umweltfreundliche Systeme, die mit dem Heizstoff Holzpellets arbeiten, empfehlenswert. Ähnlich umweltfreundlich sind Sonnenkollektoren, die Wasser zum Heizen und Waschen erwärmen können. Wenn Sie nicht gleich die gesamte Heizungsanlage modernisieren wollen, können Sie zumindest die Heizung optimal (durch einen Fachmann) einstellen (lassen). Achten Sie dabei vor allem auf (ältere) Heizungspumpen – Stromfresser!

 

Für MieterInnen

Jedes Grad Raumtemperatur sind etwa 6% in den Heizkosten. 

Einige Tipps zum Energiesparen:

  • die Raumtemperatur reduzieren
  • Stoßlüften statt Dauerkippstellung
  • Keine Möbel/Gardinen etc. vor Heizkörpern aufstellen/aufhängen
  • Heizkörper vor Beginn der Heizperiode entlüften 
  • In der dünnwandigen Heizungsnische z.B. Aluminium-kaschierte Platten anbringen
  • In der Nacht Gardinen und Rollläden schließen, um Wärme zu speichern
  • Fensterdichtungen erneuern/Fenster durch einen Fachmann warten lassen

 

 

Strom

Laut Statistischem Bundesamt sind mehr als 20% des durchschnittlichen jährlichen Energieverbrauches der Privathaushalte auf den Stromverbrauch zurückzuführen. Das ist nicht nur ein großer Kostenfaktor, sondern auch eine Belastung für die Umwelt und das Klima. Hier haben Sie bedeutende Einsparpotentiale:

Standby

Viele der modernen Elektrogeräte besitzen eine Stand-By-Funktion. Oftmals verraten rot leuchtende Lämpchen, dass die Geräte nicht ganz ausgeschaltet sind. Sie verbrauchen Strom, während sie allzeit in Bereitschaft sind. Laut Umweltbundesamt betragen die so genannten Leerlaufverluste in Deutschland jährlich 22 Milliarden (!) KWh.

Steckerleisten mit Kippschalter sind eine einfache Möglichkeit, auf Standby zu verzichten. Übrigens: Falls Sie nicht immer hinter Ihre Fernseher oder Hi-Fi-Geräte kriechen möchten, um den Schalter zu betätigen: Steckerleisten gibt es auch mit Fußschalter.

Ferngesteuerte Steckdosenadapter, mit denen der Strom abgeschalten werden kann, sind bedingt empfehlenswert: Die Funksteckdose benötigt Strom, damit sie permanent empfangsbereit ist!.

Und auch bei der Durchleitung von Strom geht ein bisschen Energie verloren. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass die Funksteckdose nicht mehr als ein Watt im Standby verbraucht. 

Kühlen

Den Kühlschrank

  • nicht kälter als 8°C einstellen
  • regelmäßig abtauen
  • nicht neben Wärmequellen stellen
  • nie mit warmen Speisen befüllen
  • die Tür nur kurzzeitig öffnen

 

Kochen und Backen

  • der Topf sollte einen Deckel tragen, dann kocht das Wasser schneller und Energieverluste werden vermieden
  • Restwärme der Herdplatten nutzen
  • Wasser im Wasserkocher erhitzen
  • Backofen nicht vorheizen (auch wenn die meisten Rezepte dies verlangen, ist es häufig nicht nötig)
  • Umluft verbraucht weniger Energie als Ober- und Unterhitze 

Licht: Die hellste Leuchte im Lampenladen?!

Etwa 10% des gesamten Stromverbrauches in Privathaushalten in Deutschland wird nach Erhebung der Energieagentur NRW im Durchschnitt für die Beleuchtung eingesetzt. Dieser Wert könnte niedriger sein.

Wie bei anderen Elektrogeräten auch, gibt das Europäische Energielabel Auskunft über die Energieeffizienz von Lampen und Birnen.

Generell können 4 Arten von Leuchtmitteln unterschieden werden:

 

Konventionelle Glühbirne

Die konventionelle Glühbirne erreicht zwar quasi auf Anhieb ihre volle Leuchtleistung, ist aber mehr ein Wärme- als ein Lichtproduzent und hat lediglich eine Brenndauer von 1000 Stunden. Mit einem effizienteren Leuchtmittel können Sie bis zu 80% der Energiekosten sparen.

Halogenlampe

Die Halogenlampe funktioniert mit Edelgasen, verbraucht weniger Energie als eine konventionelle Glühbirne und hat die doppelte Brenndauer (2.000 Stunden). Dabei sparen Sie 20 bis 30% Strom.

 

Energiesparlampe

Die Energiesparlampe leuchtet mit Hilfe von Quecksilber. Das ist bei der Entsorgung problematisch. Allerdings verbraucht sie bis zu 80% weniger Strom als die konventionelle Glühbirne und hat eine Brenndauer von ca. 6.000 bis 15.000 Stunden.

Auch wenn die Modelle neuerer Generationen nur noch etwa 2 Milligramm Quecksilber enthalten, darf die Energiesparlampe nicht im Hausmüll entsorgt werden, sondern muss zu einer der verschiedenen Sammelstellen gebracht werden.

 

LED Lampen

Die LED verbraucht, wie die Energiesparlampe, bis zu 80% weniger Strom, besitzt eine Brenndauer von bis zu 15.000 Stunden. Allerdings werden für die LEDs (und für andere elektronische Geräte) die sog. „seltenen Erden" abgebaut. Der Abbau bedeutet ähnlich wie beim Braunkohletagebergbau großflächige Eingriffe in die Natur. Wie die Energiesparlampe müssen auch die LED Lampen am „Lebensende" zu einer Sammelstelle gebracht werden. Immerhin können 90 Prozent der Altlampen recycelt werden.

Unser Tipp: Die erste Wahl ist eine hochwertige LED-Lampe, zweite Wahl eine hochwertige Energiesparlampe.

 

Weitere Informationen

Eine ausführliche Broschüre „Energiesparen im Haushalt" finden Sie beim Umweltbundesamtes unter www.umweltbundesamt.de/publikationen

Energieberatung

Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt bietet Energieberatungen in der Beratungsstelle und auch bei Ihnen zu Hause nach vorheriger telefonischer Terminabsprache an. Dieser Service kostet je nach Umfang zwischen 5 und 30 Euro*. Zur Identifikation von heimischen Stromfressern werden zudem unentgeltlich Strommessgeräte verliehen.

www.vzsa.de 

* Für Einkommensschwache Haushalte mit Nachweis ist dieser Service kostenfrei. 

Weitere Energiesparchecks für EigentümerInnen und MieterInnen finden Sie auch unter:

www.co2online.de/service/energiesparchecks  

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