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BUND Sachsen-Anhalt

Möbel und Wohnen

Aus ökologischer Sicht sind Möbel aus Holz sind sinnvoll. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der mit geringem Aufwand, in der Regel ohne Dünge- und Pflanzenschutzmittel, produziert wird. Beim Kauf von Neumöbeln achten Sie auf Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, emissionsarme Holzwerkstoffe sowie eine hohe Gebrauchstauglichkeit und lange Lebensdauer.

Hände weg von Tropenhölzern und Holz aus nördlichen Wäldern, die häufig aus großflächigen Kahlschlägen stammen. Hier werden Biotope und ganze Lebensräume vernichtet.

In Möbelstücken verstecken sich Schadstoffe in Klebern, Lackierungen oder anderen Beschichtungen. Zu den freigesetzten sogenannten „flüchtigen organischen Verbindungen" zählen beispielsweise Terpene und Aldehyde aus Hölzern, Weichmacher aus Lacken oder Lösemittel aus Wachsen. Terpene stecken als natürliche Bestandteile im Holz und können Allergien auslösen. Auch Formaldehyd, das Augen und Schleimhäute reizen und bei jahrelanger Be-
lastung sogar krebserregend wirken kann, ist oftmals enthalten.

Geschäfte mit ausschließlich ökologisch korrekten Möbeln aus nachhaltiger Forstwirtschaft und mit Naturfarben sind selten.

Deshalb auf der folgenden Seite eine kleine Entscheidungshilfe für Ihren nächsten Möbelkauf. 

Second-Hand

Für die Herstellung von Möbeln werden Ressourcen verbraucht. Überlegen Sie daher, ob statt einer Neuanschaffung auch Gebrauchtmöbel in Frage kommen. Denn der Kauf von gut erhaltenen alten Möbeln oder die Restauration ist ökologischer als jeder Neukauf: Gebrauchte Möbel, die nicht erst produziert werden müssen, erzeugen keine Treibhausgase und lassen sich oft mit ein wenig Arbeit nach den eigenen Vorstellungen aufpeppen.

An- und Verkauf-Läden bieten manchmal auch Echtholzmöbel an. Bei Second-Hand-Sachen ist die chemische Belastung meist deutlich gering.

Auch „klassisch" über (Zeitungs-)Anzeigen oder Portale wie Ebay-Kleinanzeigen, auf Flohmärkten oder sogenannten Flohmarkt-Apps finden sich gute gebrauchte Möbel und Einrichtungsgegenstände.

Irgendwann hat auch ein gutes Möbelstück ausgedient. Wenn es zum Wegwerfen zu schade ist, muss es nicht gleich auf den Sperrmüll wandern, sondern kann beispielsweise einer sozialen Einrichtung oder einem Gebrauchtmöbelkaufhaus gespendet werden. Möbelkammern holen die Stücke häufig kostenlos ab und arbeiten sie für karitative Zwecke auf. Auch Verschenk- und Tauschgruppen in sozialen Netzwerken, die es mittlerweile für fast alle deutschen Städte gibt, (zum Beispiel Free your Stuff) sind eine gute Anlaufstelle.

Falls das Möbelstück tatsächlich kaputt bzw. unbrauchbar ist, gehört es auf den Sperrmüll. Die Entsorgung ist kostenlos, Informationen gibt es bei der zuständigen Gemeinde. 

Beim Neukauf

Manchmal muss es dann doch ein neues Möbelstück oder „Deko" oder ein Geschenk sein. Für möglichst nachhaltige Möbel und Einrichtungsgegenstände können Sie auf die folgenden Siegel achten: 

FSC

Das FSC-Label wird an Holz- und Papierprodukte vergeben, die aus sozialer und ökologischer Waldbewirtschaftung stammen. www.fsc-deutschland.de  

Ökocontrol

Das Siegel aus dem Verbund der ökologischen Einrichtungshäuser kennzeichnet Möbel, Polstermöbel und Matratzen, deren Materialien aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen und frei von Schadstoffen sind. www.oekocontrol.com  

Eco-Institut

Mit diesem Siegel werden u.a. Holzfußböden, Matratzen und Möbel ausgezeichnet, die als gesundheitlich unbedenklich eingestuft wurden. www.eco-institut.de  

Blauer Engel

Mit dem Blauen Engel markierte Möbelstücke stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft und sind schadstoffarm bis -frei. www.blauer-engel.de

Ein nachhaltig produziertes Möbelstück:

  • stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft (siehe Siegel),
  • hat einen kurzen Lieferweg,
  • ist langlebig verarbeitet,
  • ist weitestgehend metallfrei und optimal ohne Klebeflächen,
  • ist mit natürlichen Ölen und Wachsen behandelt,
  • stößt keine Schadstoffe aus,
  • lässt sich gefahrlos entsorgen. 

Wohngifte wie Formaldehyd und Weichmacher stecken in vielen Materialien bei Möbeln, Fußböden oder Farben.
Das Umweltbundesamt hat eine schöne Broschüre erarbeitet, wie wir uns „gesund und umweltfreundlich" einrichten können: www.umweltbundesamt.de/publikationen/gesund-umweltfreundlich-einrichten  

Der BUND e.V. gibt mit der Publikationsreihe „besser leben" zu den Themen „Tapeten", „Hähne und Birnen", außerdem „Strom", „Bank", „Wagen", „Urlaubsort" und „Zu Bio wechseln"„ auf jeweils zwei A4-Seiten kurz, bündig und praxisnah eine Orientierung.

www.bund.net/service/publikationen  

Für die Beschaffung verweisen wir auf den Einzelhandel in Ihrer Nähe: Fragen Sie die MitarbeiterInnen in Ihrem Baumarkt konkret nach zertifizierten Tapeten, oder bei Möbelstücken nach der Verarbeitung.

Konkrete Produktempfehlungen finden Sie auf www.blauer-engel.de 

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