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BUND Sachsen-Anhalt

Upcycling

Aus alt mach neu, Aufwerten statt wegwerfen: Beim Upcycling werden Dinge, die nicht mehr genutzt werden, Abfallprodukte oder Sachen, die nicht mehr nach ursprünglicher Bestimmung gebraucht werden, in - beinahe - neuwertige Produkte umgewandelt.

Upcycling will also „Müll" besser verwerten und durch diese Verwendung als neue Produkte dazu beizutragen, dass weniger Abfall entsteht.

Die Idee ist eine stoffliche Aufwertung, denn die Wiederverwertung von bereits vorhandenem Material reduziert die Verwendung von Rohstoffen.

 

Da die natürlichen Ressourcen weniger werden, weil es Geld spart, oder weil es einfach „schick" ist - Upcycling gewinnt an Bedeutung.

Lästerlich wird es auch mal „Basteln" genannt, aber es steckt mehr dahinter:

„Manche Upcycling-Produkte sind umweltfreundlich, andere nicht", so Abfallexperte Philipp Sommer von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). „Man muss sehen, was sonst mit dem Abfall passiert".

Zum Beispiel unbepfandeten Plastik-Flaschen: Diese können recycelt werden. Es ist also eine gute Idee, etwas Anderes daraus zu kreieren. Dennoch werden sie häufig nur minderwertige Kunststoffprodukte wie Eimer, Blumentöpfe oder Gießkannen, selten Schuhe oder Kleidung.

Man sollte sich also fragen: Gibt es eine bessere Möglichkeit der Wiederverwendung?

Besser ist ein enger Stoffkreislauf, das so genannte „Bottle-to-Bottle-Prinzip": Im Idealfall wird durch Recycling der Plastikflasche wieder eine neue Plastikflasche. PET zu PET, statt PET zu Kleidung. Doch manchmal ist PET eben nicht mehr so recycelbar, solche ausrangierten Plastikflaschen werden dann unter anderem zu Kleidungsfasern weiterverarbeitet.

Was allerdings auch schon vor der „Erfindung" des Upcyclings so gemacht wurde.

Angesichts der Masse des riesigen Stoffkreislaufes spielen die Upcyclingprodukte, wie eine hochwertige Weiterverarbeitung von Kleidung, nur eine unwesentliche Rolle.

Sinnvoller, als Lösungen für Müll anzubieten, ist es dafür zu sorgen, dass es diesen Müll überhaupt nicht gibt.

Doch auch wenn viele Upcycling-Produkte nicht massenrelevant seien, würden sie doch die Grundidee transportieren: Ich kann aus Abfällen noch etwas Wertvolles produzieren.

Was können wir VerbraucherInnen tun? Der Müll ist da und am Angebot an neuen Produkten mangelt es nicht. Daher ist es gut, Upcycling-Produkte statt Neuware zu kaufen. Noch besser ist es jedoch, Produkte einfach länger zu nutzen.

Und eben auch einige Dinge, die wir im Alltag benötigen, selbst aus gebrauchten Gegenständen herstellen. Dadurch bekommen diese Sachen einen neuen Nutzen und „Selbstgemachtes" macht ja auch stolz! Einige Anregungen dazu finden Sie unter:

www.weupcycle.com

www.handmadekultur.de

www.utopia.de/galerien/upcycling-ideen-fuer-zuhause/  

Der Begriff „Upcycling" ist eine Form des Recyclings. Es beschreibt den Vorgang einer stofflichen Aufwertung durch Wiederverwertung des bereits vorhandenen Materials.  

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