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BUND Sachsen-Anhalt

Fracking – eine Alternative für die Energieversorgung?

Fracking bedeutet, die Umwelt und die menschliche Gesundheit erheblichen Risiken auszusetzen. Deshalb kämpft der BUND für ein generelles Frackingverbot in Deutschland.

Beim Fracking werden unter hohem Druck Millionen von Litern mit Chemikalien versetzten Wassers in den Untergrund verpresst. Dieser Vorgang erzeugt Risse im Gestein, so dass darin eingeschlossene Kohlenwasserstoffe wie Erdöl und Erdgas herausgelöst und zu Tage gefördert werden können.

Diese Art der Förderung ist jedoch mit erheblichen Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit verbunden. Deshalb kämpft der BUND für ein generelles Frackingverbot in Deutschland. Denn beim Fracking besteht die Möglichkeit, dass das Grundwasser sowie Oberflächengewässer durch den Rückfluss aufsteigender Grubenwässer verunreinigt werden können. Diese Grubenwässer können neben den zuvor beigemengten Chemikalien auch mit Schwermetallen und radioaktiven Substanzen aus dem Untergrund angereichert sein.

Warum sollte man solch ein unkontrollierbares Risiko für eine Fördermethode eingehen, nur um noch mehr klimaschädliches Öl und Gas zu fördern und damit den Klimawandel weiter anzuheizen? Der BUND fordert stattdessen, angesichts des immer schneller voranschreitenden Klimawandels unsere Energieversorgung ganz auf Erneuerbare umzustellen. Mit dem Einläuten der Energiewende hat die Bundesregierung sich für diese Richtung ausgesprochen. Fracking in Deutschland großflächig zuzulassen würde diesem Weg widersprechen und unsere klimaschädlichen Emissionen erhöhen anstatt sie zu reduzieren.

BUND fordert Frackingverbot statt Fracking per Gesetz

Am 24.6.2016 hat der Deutsche Bundestag ein Fracking-Erlaubnis-Gesetz verabschiedet. Damit wird eine Hochrisikotechnologie erlaubt, die Erdbeben auslösen kann, zur Verunreinigung des Grund- und Trinkwassers führt und die Ära der fossilen Brennstoffe verlängert.

Mit dem Gesetz hat die Bundesregierung es leider versäumt, ein umfassendes gesetzlichen Fracking-Verbot zu etablieren. Zwar wird das Genehmigungsrecht für Fracking-Vorhaben verschärft – dank des breiten Widerstands der Zivilgesellschaft gegen den Einsatz dieser Risikotechnik. Die Restriktionen gehen jedoch nicht weit genug.

Letztlich erlaubt das Gesetzespaket Fracking im Sandstein, auch in Natura-2000 Gebieten. Die Gefahren, die vom Fracking für unsere Gesundheit, die Natur und das Trinkwasser ausgehen, werden mit diesem Gesetz nicht gebannt – im Gegenteil.

Der BUND fordert: Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu vermeiden, müssen Kohle-, Öl- und Gasvorräte im Boden bleiben. Fracking muss richtig verboten werden!

Stoppt Fracking in Sachsen- Anhalt und anderswo!

Fracking – eine Methode zur Erschließung von Erdöl und Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten?  

Was ist Fracking?

Beim „Hydraulic Fracturing“- kurz „Fracking“- werden Gesteinsformationen zerstört, um ein Herausströmen des Gases zu ermöglichen. Unter hohem Druck wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in das umliegende Speichergestein gepresst, welches das Grund- und Trinkwasser verseuchen kann.  

Welche Risiken gibt es beim Fracking?

Mögliche Risiken des Frackings sind Leckagen und damit verbundene Verunreinigungen des Grundwassers, Berghebungen und- senkungen und ein unkontrollierter Gasaufstieg.
Außerdem ist noch unklar, wie Abfälle und Abwässer entsorgt werden. Beim Fracking entstehen große Mengen Brauchwasser und Bohrschlamm, die mit giftigen und radioaktiven Mineralien, Schwermetallen und Salzen belastet sind und die über weite Strecken transportiert, verarbeitet und entsorgt werden müssen.
Somit müssten wir uns neben dem Atommüll um weitere radioaktive Altlasten sorgen.  

Verpressung von CO2 birgt enorme Risiken

 

 

Anlässlich der Anhörung im Bundeswirtschaftsministerium zum „Gesetz zur Demonstration und Anwendung von Technologien zur Abscheidung, zum Transport und zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid“ (CCS-Gesetz) hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) seine ablehnende Haltung zu diesem Vorhaben und dem Gesetzentwurf bekräftigt. Die unterirdische Verpressung von Kohlendioxid ist eine Feigenblatt-Technologie, hinter der die schmutzigen Folgen der Kohleverstromung versteckt werden sollen.

Zum CCS-Gesetzentwurf hat die Bürgerinitiative "Kein CO2-Endlager Altmark" außerdem einige Hinweise als Entscheidungshilfe zusammengetragen. 

 

 

 

CCS-Gesetzesentwurf

 

2009 scheiterte die Bundesregierung mit ihrem Vorhaben ein CCS-Gesetz auf den Weg zu bringen.
Dieses Jahr startet sie einen zweiten Versuch. Das Gesetz soll die Abscheidung, den Transport und die Lagerung von CO2 bestimmen.

Der vorläufige Gesetzesentwurf weist einige Lücken bezüglich bedeutender Fragen auf. Im Rahmen der Diskussion um CO2-Emmisionen und den daraus resultierenden negativen Konsequenzen steht die Abscheidung und die Lagerung von Kohlendioxid schon seit einiger Zeit im Mittelpunkt. Dadurch sollen die CO2-Emissionen nachhaltig reduziert werden. Es stellt sich die Frage, ob man durch dieses Verfahren, CCS (engl. Carbon Dioxide Capture and Storage) auch wirklich den Herausforderungen des Klimaschutzes gerecht wird.

Fakt ist, dass das CCS-Verfahren sehr teuer, energieintensiv und gefährlich ist. Bei der CO2-Entsorgung würden Mehrkosten von zwischen 1 und 7 Cent pro Kilowattstunde entstehen.
Dadurch könnte es zu einer Verdoppelung der Stromentstehungskosten aus Kohle kommen. Auch die Wirkungsrade der Kraftwerke würden sich stark vermindern, schätzungsweise um etwa 10% Punkte. Aufgrund dieser Wirkungsverluste müsste für die gleich bleibende Stromproduktion mehr Kohle abgebaut werden.

Die Gefahren beim der CO2-Endlagerung sind immens und werden häufig unterschätzt. Die riesigen Mengen an Kohlendioxid brauchen ein gesichertes Endlager. Die dafür in der Debatte stehenden ehemaligen Erdöl- oder Gasfelder bieten diese Sicherheit allerdings nicht. Selbst mit hohen finanziellen Aufwendungen und Mitteln könnte man es nicht gewährleisten, dass nicht mit einer Leckagerate von 0,1 bis 1% in 100 Jahren zu rechen ist.

Die Bundesregierung versucht mit dem CCS-Gesetz die kommerzielle Nutzung dieses Verfahrens einzuleiten. Doch vermisst man in dem Gesetzesentwurf direkte Sicherheitsbestimmungen.
Man fragt sich ebenfalls: wer genau übernimmt Verantwortung, wenn austretendes CO2 die Biosphäre schädigt, Grundwasser kontaminiert oder in die Atmosphäre gelangt und dort das Klima schädigt?
Schon nach 30 Jahren soll laut dem Entwurf der Steuerzähler für die Folgeschäden aufkommen und die finanzielle Verantwortung übernehmen. Es scheint als wüsste die Bundesregierung nicht was für ein gefährliches Gesetzt sie dort auf den Weg bringen will. Es beruht weder auf dem Prinzip, dass der Mensch und die Umwelt absoluten Vorrang haben noch das die eindeutige Verantwortung und Haftung beim Verursacher liegt. Der BUND hält es für unverantwortlich so ein Gesetz zu verabschieden.

Um der Umwelt zu helfen sollten Gesetzte verabschiedet werden, die den Kohleausstieg möglich machen und auf erneuerbare Energien setzten. Durch eine solche Vorgehensweise würde die Bundesregierung auch ihren Klimazielen für 2050 ein Stück näher kommen. 

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