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BUND Sachsen-Anhalt

Beweidungsprojekt an Salzwiesen Hoyersburg gestartet

30. März 2020 | BUND, Grünes Band

Entwicklung einer großflächigen Weidelandschaft auf den Salzwiesen für extensive Viehhaltung | Zaunbau hat begonnen | Länge des Zauns über 7 km | Kooperation mit Landwirten | hoher Nutzen für Braunkehlchen, Kiebitz und Wachtelkönig | Flach- und Kleingewässer wurden angelegt für Amphibien und Libellen
 
Salzwedel, 30.03.2020: Trotz der anhaltenden Corona-Krise ist die BUND-Koordinierungsstelle Grünes Band Sachsen-Anhalt derzeit bemüht einzelne Naturschutz-Projekte, die lange vorab geplant waren, umzusetzen. Dafür werden auch regionale Dienstleister beschäftigt. Eines der Projekte ist das Zaunbauvorhaben an den Salzwiesen bei Hoyersburg.  

 

Weg von intensiver Nutzung, hin zu extensiver Nutzung. Das ist im Kern Ziel eines BUND-Projektes am Grünen Band bei Salzwedel im Norden Sachsen-Anhalts. An den Salzwiesen wird derzeit eine Zaunanlage für ein großflächiges Beweidungsvorhaben gesetzt. Die Länge des Zaunes beträgt über 7,4 km. Innerhalb des Zaunbereiches wird die Bewirtschaftung der Fläche auf extensive Beweidung umgestellt, eine naturschutzfachlich wertvolle großflächige Weidelandschaft soll entstehen. Der BUND arbeitet bei diesem Projekt eng mit Landwirten zusammen.

Der Bereich, der derzeit für das Weideprojekt eingezäunt wird, liegt rechts und links der B248, direkt am Grünen Band. In diesem Bereich hatte der BUND in den letzten Jahren, dank des vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMU) geförderten Projektes „Lückenschluss Grünes Band“, viele Flächen für den Naturschutz erwerben können. Aus diesem Projekt wird auch der Zaunbau finanziert.

Die Einzäunung ist die Voraussetzung so bald wie möglich auf eine extensive Beweidung mit Biorindern umzustellen. Um die Landwirte in ihren Bemühungen für eine großflächige naturnahe Beweidung zu unterstützen, ist eine geeignete Zaun-Infrastruktur notwendig: diese liefert der BUND. Die Investitionskosten für die beteiligten Landwirte wären zu hoch – hier springt der BUND dank der Bundesförderung mit der Errichtung der Zaunanlage ein.

Eine extensive Landnutzung der Salzwiesen am Grünen Band ist auch im Hinblick auf die Förderung und Stärkung bodenbrütender Vogelarten wichtig. Kiebitz, Braunkehlchen, Wiesenpieper und auch der Wachtelkönig werden zukünftig einen hohen Nutzen aus der neu entstandenen Weidelandschaft ziehen können.

Binnensalzwiesen sind eine lokale Besonderheit und von besonderer naturschutzfachlicher Bedeutung. Durch einen Salzeinfluss im Boden wachsen hier – mitten im norddeutschen Tiefland – salztolerante Pflanzenarten wie Strandmilchkraut, Stranddreizack und Salzbinse. Das sind Arten, die es sonst nur in küstennahen Regionen gibt. Durch die extensive Beweidung mit Rindern, die die Grasnarbe immer mal wieder aufreißen, werden diese konkurrenzschwachen Salzpflanzen fördert.

 

Begleitend zum Zaunbau hat der BUND im Rahmen des Lückenschluss-Programms auf den Salzweisen bei Hoyersburg zudem etliche Flach- und Kleingewässer für Amphibien und Libellen angelegt. Auch davon profitieren die o.g. und weitere Vogelarten. Um die Salzpflanzen noch stärker zu fördern wurde die oberste stark durchwurzelte und verschlammte Bodenschicht einiger Senken abgetragen. Diese Maßnahme fördert u.a. das seit vielen Jahren dort verschwundene Knotige Mastkraut. Die Salzwiesen bei Hoyersburg waren der einzige Nachweisort des Mastkrautes in Sachsen-Anhalt; dieser Sachstand soll wiederhergestellt werden.
Fachkontakt
Ine Pentz | ine.pentz(at)bund-sachsen-anhalt.de | Mobil: 176 95461293

 

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