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BUND Sachsen-Anhalt

BUND fordert Änderung der Planungen für Trothaer Wäldchen

02. Juli 2019 | BUND, Kreisgruppen, Lebensräume, Wälder

Halle (Saale), den 02.07.2019: In das Trothaer Wäldchen soll im Herbst erneut massiv eingegriffen werden. Dort wurden seit Anfang des Jahres ca. 2000 Robinien geringelt, die in den nächsten ein bis fünf Jahren absterben werden. Zahlreiche weitere Bäume (ca. 250 Pappeln und Eschenahorne) sollen im Herbst gefällt werden. Die Maßnahmen sollen den Bau der Zugbildungsanlage an der Berliner Brücke kompensieren und werden von der Deutschen Bahn in Absprache mit dem Umweltamt Halle auf kommunaler Fläche durchgeführt. Die Umsetzung der Planungen würde in den nächsten Jahren zu einer dramatischen Rodungsfläche führen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Regionalverband Halle-Saalekreis, hält die bisherigen Planungen nach Akteneinsicht beim Eisenbahn-Bundesamt für ökologisch nicht verantwortbar. Der BUND fordert die Stadt Halle auf, sich für den Erhalt der Bäume stark zu machen und eine 8. Änderung des Planfeststellungsbeschluss beim Eisenbahn-Bundesamt zu beantragen.

„Ziel dieser Planänderung müssen der Erhalt der Bestandsgehölze, d.h. keine  weiteren Fällungen oder Ringelungen sowie keine  Entnahme von stehendem oder liegendem Totholz sein,“ so Ralf Meyer, Landesvorsitzender des BUND Sachsen-Anhalt.

„Nur so sind der Schutz besonders und streng geschützter Arten, Ökosystemleistungen bezüglich des Mikroklimas wie auch die Funktion der Naherholung für die Bürgerinnen und Bürger weiterhin und nachhaltig möglich, „ ergänzt Nicole Hermes vom BUND.

Die Anlage von waldsäumigen Strukturen sowie die Beräumung von Müll befürwortet der BUND nachdrücklich. Die angelegte Mountainbike-Strecke soll als Freiraum für Jugendliche erhalten bleiben.

Rückfragen unter: ralf.meyer(at)bund-halle.de, Tel.: 0163 2901803

nicole.hermes(at)bund-halle.de, Tel.: 0345 68257608

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