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BUND Sachsen-Anhalt

Elbe: Nach Trockenjahr - Wasserstraße bleibt Thema

19. Februar 2019

Foto: Thoralf Winkler

Pressemitteilung Aktionsbündnis Elbe-Saale und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Flussschützer aus Sachsen-Anhalt organisieren 2019 zum 27. Mal das Elbe-Saale-Camp

Barby / Magdeburg, 13. Februar 2019: Die Hitzewelle im Juli und August 2018, laut Deutschem Wetterdienst die längste seit der letzten Jahrhundertwende, war für die Flusslandschaft von Elbe und Saale fatal. Sie führte zu den niedrigsten Pegelständen seit langem. Die Auen sind noch immer ausgetrocknet, die Güterschifffahrt lag für sieben Monate brach. Ist so das Ziel einer ganzjährig befahrbaren Wasserstraße Elbe in Zeiten des Klimawandels wirklich noch sinnvoll? Und wie können zugleich Umwelt- und Naturschutzziele erreicht werden?      

Um diese Fragen zu diskutieren und die Öffentlichkeit für den Schutz der Flüsse zu sensibilisieren, veranstaltet das Aktionsbündnis Elbe-Saale auch in diesem Jahr das Elbe-Saale-Camp. Vom 28. Juli bis zum 3. August 2019 sind in Barby, Sachsen-Anhalt, aktive Flussschützer und Naturfreunde aus allen Himmelsrichtungen auf den Zeltplatz am Flusskilometer 292 der Elbe, nahe der Barbyer Fähre eingeladen.

„Mit unseren Aktionen wollen wir ein Zeichen für den Erhalt unserer Umwelt setzen und die Vertreter aus Politik und Wirtschaft an ihre Verantwortung auch folgenden Generationen gegenüber erinnern“, erklärt Jutta Röseler, Sprecherin des Elbe-Saale-Aktionsbündnisses. „Die Forderungen nach einer ganzjährig schiffbaren Elbe und die von der Politik geplanten Ausbaumaßnahmen zum Erreichen dieses Zieles sollten hinterfragt werden“, fordert Thoralf Winkler, ebenfalls Sprecher des Aktionsbündnisses.

Dieses Camp will zudem als Plattform für Gruppen dienen, die ein eigenes Programm anbieten und  Veranstaltungen mitten in dieser außergewöhnlichen Landschaft durchführen möchten. Das Angebot richtet sich nicht nur an Umweltgruppen. „Wir freuen uns auch über die Teilnahme von Künstlern oder Menschen, die sich beispielsweise mit dem Thema Regionalentwicklung befassen“, so Winkler.

Durch die Einbindung solcher Aktiven erhoffen sich die Organisatoren eine Vernetzung mit engagierten Menschen, die  ihre eigenen Initiativen vorstellen und bewerben können, und gleichzeitig die Möglichkeit haben, eine emotionale Bindung zur Elbe aufzubauen.

Naturverbundene Menschen, die 2019 am Elbe-Saale-Camp teilnehmen wollen und mehr über das Thema Flussschutz erfahren möchten, sowie Gruppen, die sich und ihre Projekte im Rahmen des Camps vorstellen möchten, können Thoralf Winkler unter info(at)elbe-saale-camp.de kontaktieren, um nähere Informationen zu erhalten. Neuigkeiten rund um den Elbeschutz und das Camp werden regelmäßig auf Facebook (facebook.com/elbesaalecamp/) und auf www.elbe-saale-camp.de veröffentlicht.

Pressekontakt:

Jutta Röseler, Sprecherin Aktionsbündnis Elbe-Saale, mobil: 0175-129 0030

Dr. Thoralf Winkler, Sprecher Aktionsbündnis Elbe-Saale, mobil: 0174-801 0900

E-Mail: info(at)elbe-saale-camp.de


Über das Aktionsbündnis Elbe-Saale

Im Jahre 1992 wurde von der damaligen CDU-Bundesregierung ein Bundesverkehrswegeplan (BVWP 92) beschlossen, der u.a. den Bau einer Staustufe in der Saale bei Klein Rosenburg und die Vertiefung der Fahrrinne der Elbe vorsah. Da diese Eingriffe massive Auswirkungen auf die typische Flusslandschaft erwarten ließen, gründeten Kritiker dieser Pläne das Aktionsbündnis Elbe-Saale, mit dem Ziel, die naturnahen Flussläufe und ihre Auenwälder zu erhalten. Seit 1993 führen Mitglieder des Aktionsbündnisses im Mündungsbereich der Saale ein mehrtägiges internationales Camp durch, um auf die unumkehrbaren Folgen der geplanten und zum Teil bereits realisierten Baumaßnahmen hinzuweisen. Das Aktionsbündnis zählt zu den Mitbegründern des Netzwerkes Flusslandschaften Elbe-Saale-Havel-Oder. Die Staustufe konnte durch das Aktionsbündnis verhindert werden. Der Ausbau der Flüsse geht aber weiter und auch der Saalekanal steht weiter auf dem Plan der Wasserstraßenbauer. Der BUND Sachsen-Anhalt unterstützt das Aktionsbündnis seit 2018.


Über das Elbe-Saale-Camp

Das Elbe-Saale-Camp wird traditionell am Flusskilometer 292 der Elbe, nahe der Barbyer Fähre, aufgeschlagen. Es wird rein ehrenamtlich organisiert. Neben viel Platz auf der grünen Wiese gibt es zwei große Festzelte mit Sitzbänken, Zugang zu Trinkwasser und Strom, mobile Toiletten auf dem Gelände sowie moderne Duschen und Toiletten im 200 Meter entfernten Kanu-Club. Besucher können im Küchenzelt mit der Gruppe gemeinsam Mahlzeiten zubereiten oder sich individuell versorgen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es im etwa einen Kilometer entfernten Barby. Ein Getränkewagen steht die ganze Woche zur Verfügung. 

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