Weißenfels: Der BUND Sachsen-Anhalt macht auf seiner Landesdelegiertenversammlung am Samstag in Weißenfels deutlich, dass die Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels des Pariser Abkommens nur mit einer umfassenden Energiewende erreichbar ist.
Der naturverträgliche Ausbau erneuerbarer Energien muss in Sachsen-Anhalt deutlich beschleunigt werden.
„2 % der Landesfläche sollten für den naturverträglichen Ausbau der Windenergie zur Verfügung stehen. Dächer, insbesondere bei Neubauten, müssen dringend für Photovoltaikanlagen genutzt werden“ so Christian Kunz, Landesgeschäftsführer des BUND Sachsen-Anhalt.
Wolfgang Gotthelf, stellvertretener Kreisgruppen-Sprecher im Burgenlandkreis ergänzt: "Ein Ausstieg aus der Kohle bis 2030 ist möglich. Die Landesregierung muss die erneuerbaren Energien entschiedener fördern. In strukturschwachen Regionen wie dem Burgenlandkreis muss die Wertschöpfung durch die Erneuerbaren vor Ort ankommen."
Ein wesentlicher Bestandteil der Forderungen des BUND ist, dass die Energiewende sozial gerecht gestaltet werden muss. Das heißt nicht nur, dass die Energie, die durch Windkraft oder Solaranlagen erzeugt wird, auch vor Ort von den Bürgen genutzt wird, sondern auch, dass diese an dem erzeugten Strom direkt mitverdienen können. Dies kann zum Beispiel in Form von Anteilen an Windrädern oder Solarzellen auf dem eigenen Dach realisiert werden. Zudem sollen die Erlöse aus der CO2-Bepreisung über einen Ökobonus vollständig an die Bürgerinnen und Bürger zurückgegeben werden.
Zentrale Forderungen des BUND:
Kohleausstieg bis spätestens 2030
Erhöhung des Ökostromanteils in Sachsen-Anhalt auf mindestens 80% bis 2030
Naturverträglicher Ausbau der Windenergie auf 2% der Landesfläche
Verpflichtung, künftig Dächer sämtlicher Neubauten mit Photovoltaikanlagen zu versehen Agri-Photovoltaik umfangreich erproben
Sozial gerechte Energiewende - CO2-Bepreisung mit Ökobonus für Bürgerinnen und Bürger koppeln
Rückfragen an
Christian Kunz, Landesgeschäftsführer
christian.kunz(at)bund-sachsen-anhalt.de
Mobil: 01711069256