Der Eisenfarbige Samtfalter kommt vor allem im südlichen Brandenburg und im Norden Sachsens vor, aber auch in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. In allen vier Bundesländern ist die Art vom Aussterben bedroht. Sie benötigt trockene, besonders nährstoffarme Lebensräume mit offenen Sandflächen. Genau solche Bedingungen bietet die Binnendüne an der Wirler Spitze.
„Dass wir diesen seltenen Schmetterling jetzt an der Wirler Spitze gefunden haben, zeigt, wie wichtig das Grüne Band für den Artenschutz ist“, sagt Dieter Leupold, Leiter der BUND-Koordinierungsstelle Grünes Band in Sachsen-Anhalt.
Aus Sicht des BUND ist insbesondere die Offenhaltung der Flächen entscheidend. Nachwachsende Bäume werden regelmäßig an der Wirler Spitze entfernt. „Um mehr Lebensraum für den Samtfalter und andere Offenlandarten zu schaffen, sollten die Auflichtungen ausgedehnt werden“, sagt Leupold.
Auch das Nahrungsangebot macht die Wirler Spitze für den Eisenfarbigen Samtfalter attraktiv. Die erwachsenen Falter nehmen Nektar von Heidepflanzen auf. Die Raupen ernähren sich vor allem vom Silbergras, das auf den trockenen Sandflächen wächst.
Noch bis in den Herbst zu beobachten
Die beste Zeit, den Eisenfarbigen Samtfalter zu beobachten, liegt zwischen Ende Juli und Anfang Oktober. Wer in den kommenden Wochen an der Wirler Spitze unterwegs ist, kann mit etwas Glück den seltenen Falter entdecken. Der BUND empfiehlt einen Besuch in den nächsten Tagen, bevor die Heide verblüht ist.