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BUND Sachsen-Anhalt

Warum sind Moore wichtig?

Kematsrieder Moos im Allgäu (Wolfgang Willner / BUND)

Hier werden Anforderungen wie dauerhafte Feuchtigkeit und Nährstoffarmut erfüllt und bieten so vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten wie dem Torfmoos-Knabenkraut oder der Europäischen Sumpfschildkröte einen einzigartigen Lebensraum.

Pflanzen wie Moose wirken wie Schwämme und unterstützen das Speichern von Wasser. Auch ist das Moor als "Niere der Natur" bekannt, da es Wasser zu großen Teilen von Schad- und Nährstoffen befreit und es gereinigt zurück ins Umland leitet.

Moore dienen zudem als Kohlenstoffdioxidspeicher, da die abgestorbenen Pflanzen im Wasser nicht zersetzt werden können. Aus den vielen Schichten entsteht Torf, der als Brennmaterial, in der Kosmetik und als Kultursubstrat genutzt wird.

Doch gerade dieser sollte im Moor verbleiben, denn er kann nur durch Entwässerung abgebaut werden, bei welcher das Moor zerstört und das gespeicherte Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird. Zusätzlich müssen Moore in einigen Fällen Weiden und Äckern weichen.  

In Sachsen-Anhalt beträgt der Anteil der Moorfläche 0,0249 % (Stand Januar 2017). Einige der ausgetrockneten Moore werden künstlich bewässert und unterliegen so einem Renaturierungsprozess, bei dem der Grundwasserspiegel ansteigt und Kohlenstoffdioxid nicht mehr entweichen kann. Das ist zum Beispiel das seit 1938 geschützte Jävenitzer Moor im Altmarkkreis Salzwedel, welches zwar bis ca. 1950 genutzt wurde, aber dabei ist, sich zu regenerieren.

 

 

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