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BUND Sachsen-Anhalt

Erster Nachwuchs bei den altmärkischen Wiesenweihen

16. Juli 2018 | Grünes Band, Lebensräume, Naturschutz

Das vom BUND Sachsen-Anhalt durchgeführte Schutzprojekt für die seltene Wiesenweihe verläuft erfolgreich. Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Landwirten konnte ein Großteil der bisher 16 im Altmarkkreis Salzwedel gefundenen Bruten mit Zäunen vor Prädatoren geschützt werden. Ein schöner Erfolg, da das Mäuseangebot, wie in den Vorjahren, nur gering ist. Besonders erfreulich war der Fund einer Brut direkt am Grünen Band bei Kaulitz, die in einer gemeinsamen Aktion mit Mitgliedern des Ornithologischen Arbeitskreises Lüchow-Dannenberg eingezäunt wurde. Auch auf niedersächsischer Seite, der Landgraben-Dumme-Niederung, brüten regelmäßig Wiesenweihen. Durch die große Trockenheit ist das Getreide schon mehrere Wochen früher reif, als normal. Deshalb war Eile geboten, da die meisten Bruten dieses Jahr in der Gerste gefunden wurden, die zuerst geerntet wird. Bei der Ernte wird ein kleines Stück stehengelassen bis die Jungen selbständig sind und den Brutplatz verlassen. Die Altvögel füttern ihre Jungen noch zwei Wochen nach dem flügge werden. Mit den ersten flüggen Jungvögeln ist ab Mitte Juli zu rechnen. Späte Bruten sind aber erst im Laufe des August abgeschlossen. Dann sind die Jungen auf sich allein gestellt. Im August, spätestens im September, treten sie ihre Reise ins Winterquartier an. Dieses liegt in Afrika, in der Sahelzone. Die erste Reise nach Afrika überleben viele Jungvögel nicht. Haben sie diese erste große Herausforderung aber gemeistert, kehren viele Weihen im nächsten Jahr wieder in ihre Brutgebiete zurück.

 

Eine sehr unerfreuliche Gegebenheit soll zum Schluss auch nicht unerwähnt bleiben. Ein Brutplatz bei Ellenberg mit drei Jungvögeln, wurde durch einen Feldbrand zerstört. Nach Aussagen von Mitarbeiter des Betriebes war es Brandstiftung! 

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