Sogenannte Tiny Forests sind schnell wachsende, artenreiche Miniwälder. Sie kühlen ihre unmittelbare Umgebung ab, vor allem im Sommer. Außerdem sind sie ein Rückzugsort für Tiere in der Stadt wie Vögel und Insekten. Sie werden auf der ganzen Welt gepflanzt. Am „Kreuzer“ wächst der erste Tiny Forest in Dessau-Roßlau.
Ähnlich wie ein großer Wald besteht der Tiny Forest aus vielen verschiedenen Bäumen und Sträuchern. Sie werden besonders dicht gepflanzt, in der Regel drei Pflanzen auf einen Quadratmeter. Insgesamt pflanzen wir 1500 Bäume. Wir haben je 15 Baumarten und Straucharten ausgewählt, die gut mit den Gegebenheiten vor Ort klarkommen und die einheimisch sind, wie Feldahorn, Vogelkirsche und wolliger Schneeball. Der Zaun schützt die Setzlinge in der Anwachsphase. Wenn sich die Pflanzen selbst behaupten können, wird er abgebaut.
Die Bäume brauchen nicht viel Pflege. Eine dicke Mulchschicht schützt sie vorm Austrocknen. In den ersten Jahren werden sie in trockenen Monaten noch gegossen. Wenn es stark regnet, nimmt der Tiny Forest das Regenwasser schnell auf und hilft Überschwemmungen zu vermeiden. Je älter der kleine Wald wird, desto mehr Schatten spendet er. Die größeren Bäume kühlen zusätzlich durch Verdunstung. Kurz gesagt: Der Tiny Forest ist eine lebendige Klimaanlage im Viertel.
Unser Motto lautet: Natur gestalten und erfahren, gemeinsam, direkt vor der Haustür. Die Bäume werden mit Schulen, Anwohnerinnen und ehrenamtlichen Pflanzhelfern in einer Aktion gepflanzt. Kinder können am Kreuzer erleben wie Natur entsteht und gedeiht. Die Kreisgruppe Dessau-Roßlau des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Idee entwickelt, organisiert die Pflanzaktion und begleitet die Pflege weiter. Die Stadt Dessau-Roßlau unterstützt das Projekt. Finanziell und tatkräftig gefördert wird die Pflanzung von „Frieren für den guten Zweck“ des GhettoWorkout e.V.
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