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BUND Sachsen-Anhalt

Lebensräume

Wilde Wälder 

mit Baum- und Felshöhlen, viel Totholz sowie Lichtungen und verborgenen Wiesen – sind Lebensräume, in denen die Wildkatze Deckung, Wurfplätze für ihre Jungen und Nahrung findet.

In reich strukturierten Wäldern tragen alte Buchen und Eichen im Herbst große Mengen Früchte. Sie bilden die wichtigste Nahrungsgrundlage für verschiedene Mäusearten am Waldboden. Die kleinen Nager stehen wiederum als bevorzugte Beute auf dem Speiseplan der Wildkatze.

Nach der nächtlichen Jagd suchen Wildkatzen morgens ihre Schlafplätze auf. Häufig umgeben von Brombeeren bieten Reisighaufen, hohle Baumstämme und anderes Totholz am Waldboden geeignete Versteckmöglichkeiten. Am Wegrand gelagerte Holzpolter mit vielen Versteckmöglichkeiten ziehen Wildkatzen magisch an.
Auch während der Jungenaufzucht suchen die Mutterkatzen immer wieder Totholzstrukturen am Boden auf, um ihren Nachwuchs sicher zu verwahren. Verlässt die Mutter ihre Jungen um zu jagen, sind sie großen Gefahren durch andere Beutegreifer ausgesetzt.
Nur bei sehr guten Klettermöglichkeiten werden auch oberhalb des Bodens Schlafplätze genutzt. Stark verästelte Bäume und die Leitern von Jagdkanzeln können von der Wildkatze erklommen werden.
Unterirdische Dachs- und Fuchsbaue stellen beliebte Plätze für die Tagesruhe dar. Trockene Felsspalten dienen als Schlafplatz und Kinderstube.

Auf sonnigen Rodungsflächen mit aufkommender Naturverjüngung finden Wildkatzen gute Versteck- und Jagdbedingungen. Im April und Mai verbringen Wildkatzenjunge hier häufig ihre ersten Lebenswochen.

Nicht nur im Wald finden Wildkatzen Nahrung. Auch der Waldrand und Offenlandbereiche mit kleinen Feldgehölzen, Obstbäumen oder Hecken, die schnell erreichbare Verstecke bieten, sind beliebte Jagdgebiete. Hier sind es überwiegend Wühlmäuse, auf die Wildkatzen lauern.  

Streifgebiete

Als Streifgebiet oder Aktionsraum wird die Fläche bezeichnet, auf der sich eine Wildkatze regelmäßig aufhält. Auf ihr befinden sich eine Reihe von Ruhezonen und beliebte Jagdflächen, die immer wieder aufgesucht werden.

Die Streifgebiete der Kater sind mit 20-30 Quadratkilometer mehr als doppelt so groß wie die weiblicher Katzen. Sie nutzen mit 6-10 Quadratkilometer deutlich kleinere Räume. In der "Ranz" erkunden Wildkatzenkater auf der Suche nach paarungsbereiten Weibchen neue Gebiete. Dabei kommt es im Januar und Februar zu großen Ausdehnungen ihrer Streifgebiete.
Der Aktionsraum eines Katers erstreckt sich über die Streifgebiete mehrerer weiblicher Katzen. Kater nutzen Teile ihres Streifgebietes, wie Ruhezonen und Jagdhabitate, häufig zusammen mit anderen Katern. So entstehen große Überlappungsbereiche männlicher Streifgebiete.
Streifgebiete einzelner Weibchen überlappen sich seltener, grenzen sich meist klarer voneinander ab. Andere weibliche Katzen werden vermutlich dann im Territorium geduldet, wenn sie nah verwandt, zum Beispiel ältere Töchter, sind. 

Nehmen Sie Kontakt auf!

Nicole Hermes

Projektleiterin Artenschutz, Projektbüro Wildkatze & Co.
E-Mail schreiben Tel.: (0345) 68 25 76 08

Therese Thümmler

Projektmitarbeiterin Artenschutz, Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail schreiben Tel.: (0345) 68 25 76 08

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