Austausch mit Kommunal- und Landespolitik zu frei fließenden Flüssen

23. Juli 2026 | Amphibien, BUND, Flüsse & Gewässer, Gesellschaft, Klimawandel, Landwirtschaft, Lebensräume, Naturschutz

Stauanlagen, Uferbefestigungen, tiefe Einschnitte in die Landschaft, Verrohrungen, fehlende Überflutungsflächen – unsere Fließgewässer haben es schwer.

Désirée Dietrich, Landtagsabgeordnete Elrid Pasbrig (SPD), Christian Kunz, Steffen Burchardt (Landrat des Jerichower Landes) sowie Anneke Gahren an der Ihle in Grabow.  (BUND Sachsen-Anhalt)

Austausch mit Kommunal- und Landespolitik zu frei fließenden Flüssen

Plinius der Ältere stellte vor 2.000 Jahren fest: „Die Gewässer sind so beschaffen, wie das Land durch das sie fließen.“ Der BUND will die Politik für die Bedeutung frei fließender Flüsse sensibilisieren, denn sie schützen uns vor Hochwasserereignissen. Außerdem fördern sie die biologische Vielfalt, vernetzen Lebensräume und ihre Auen sind ein wichtiger Wasserspeicher. Natürliche Fließgewässer werden nicht gestaut und verfügen über eigene  Überschwemmungsflächen, selbstverständlich außerhalb der Siedlungsbereiche. Frei fließende Flüsse wie die Ihle bewegen sich deutlich langsamer und entwässern die Landschaft entsprechend geringer. So ist die Landschaft auch im Sommer feuchter und kann den Folgen des Klimawandels entsprechend trotzen. 

Wir freuen uns, dass wir den Landrat des Jerichower Landes, Herrn Steffen Burchardt, und die Landtagsabgeordnete, Frau Elrid Pasbrig, für ein Gespräch gewinnen konnten. Gemeinsam haben wir uns zum heutigen Vor-Ort-Termin über die Notwendigkeiten von angepasster Gewässerunterhaltung und Gewässerenaturierung  an der Ihle in Grabow ausgetauscht. 

Die Wiederherstellungsverordnung der Europäischen Union zielt unter anderem genau darauf ab, dass die Fließgewässer ihren natürlichen Lauf zurückbekommen. 

Christian Kunz, Landesgeschäftsführer des BUND meint hierzu: „Die Aufgaben in der Landes- und Kommunalpolitik sind sehr vielfältig. Der BUND steht der Politik zur Verfügung, wenn es darum geht, die dringende Wasserproblematik in Sachsen-Anhalt und hier im Jerichower Land zu mildern. Wasserentnahmeverbote sind im Sommer zur Regel geworden. Wir können hier einiges tun, um dieses Problem zu lösen.“

An der Ihle zwischen Grabow und der A2 wurden bereits wichtige Renaturierungsmaßnahmen vor etwa 25 Jahren durchgeführt. Der BUND sieht hier und an den meisten anderen Gewässern im Jerichower Land und Sachsen-Anhalt viele weitere ungenutzte Potentiale. 

 

Kontakt: 
Christian Kunz, Landesgeschäftsführer Sachsen-Anhalt, Mobil: 0171/106 9256, E-Mail: christian.kunz(at)bund-st.de 

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