Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Sachsen-Anhalt

Das Grüne Band: Vom Todesstreifen zur Lebenslinie

Fast 40 Jahre lang war Deutschland geteilt. Die innerdeutsche Grenze wurde mit hohen Mauern, Stacheldraht und Wachtürmen streng bewacht. Gleichzeitig gab sie der Natur eine Atempause: Der Grenzstreifen wurde zum Refugium für mehr als 1.200 seltene und gefährdete Pflanzen und Tiere. Der BUND hat seit dem Fall der Mauer hier eines der größten und bedeutendsten Naturschutzprojekte geschaffen.

Was das Grüne Band braucht:

  • Das Grüne Band ist unersetzliches Rückzugsgebiet und Wanderkorridor für bedrohte Tiere und Pflanzen - es muss erhalten werden! Lücken müssen geschlossen werden!
  • Die intensive Landwirtschaft zurückdrängen!
  • Das Grüne Band muss als Nationales Naturmonument ausgewiesen werden! Das Grüne Band Europa als UNESCO-Weltnatur- und -kulturerbe sichern!
  • Das Grüne Band ist ein lebendiges Denkmal zur friedlich überwundenen Teilung Deutschlands - das Bewahren seiner kulturhistorischen Bedeutung als Erinnerungslandschaft ist unerlässlich!

  

Delegiertenversammlung fordert Nationales Naturmonument Grünes Band

Am Samstag, den 27. Oktober fand die zweite diesjährige Delegiertenversammlung des BUND Sachsen-Anhalt e.V. in der Hochschule Harz statt.
Die Versammlung verabschiedete eine Resolution zum Grünen Band und fordert darin die Ausweisung als Nationales Naturmonument in Sachsen-Anhalt.

Lesen Sie hier die Resolution

BUND-Newsletter abonnieren!

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich zur Kenntnis genommen.

Vom Grenzstreifen zur Lebenslinie

Mitten durch Deutschland zieht sich ein "Grünes Band" wo einst die deutsch-deutsche Grenze war. Aus dem einstigen Todesstreifen ist heute eine grüne Lebensader geworden. Es ist ein Naturschutzprojekt, welches national als auch international eine große Anzahl von schützenswerten und einzigartigen Biotopen aufweist.
Im Schatten der deutsch-deutschen Grenze entwickelte sich, auch über die Grenzen hinweg, eines der wertvollsten Biotope Deutschlands und Europas.
Tiere und Pflanzen, die man in Deutschland kaum noch findet, fanden auf dem innerdeutschen Grenzstreifen einen Rückzugsraum. Das Grüne Band fungiert durch den Verbund der vielfältigen Biotope als Wanderkorridor für viele seltene Pflanzen- und Tierarten. Naturschützer aus Ost und West setzen sich seit der Wende für den Schutz dieses Rückgrats eines einzigartigen ökologischen Netzwerkes ein.

Heute wird das Grüne Band von vielen Partnern aus ganz Europa gemeinsam gestützt. Das Grünes Band Europa verbindet nun nicht nur Naturräume, sondern Menschen miteinander. 

  

BUND fordert eine zügige Ausweisung des Grünen Bandes in Sachsen-Anhalt als Nationales Naturmonument

Das „Grüne Band“, ein einzigartiger Biotopverbund, der sich durch ganz Europa zieht, ist ein lebendiges Denkmals zur friedlich überwundenen Teilung Deutschlands.

Das Grüne Band ist es eine Spur in der Landschaft, die an die Überwindung der inner-deutschen Teilung erinnert. Der ehemalige Todesstreifen ist heute eine durchlässige Lebenslinie und verbindet Ost und West sowohl in Deutschland als auch in Europa. Als Bestandteil des Nationalen Naturerbe Deutschlands verdient unseren besonderen Schutz.
Sachsen-Anhalt hat mit einer Länge von 345 km den nach Thüringen zweitlängsten Anteil am Grünen Band Deutschland. Wo früher Zaun, Stacheldraht und Todesstreifen Menschen, Dörfer und Landstriche getrennt habe, gibt das Grüne Band nun Raum für heimische Tier- und Pflanzenarten und ist ein Erinnerungs- und Erholungsort für die Menschen. 

Für viele bestandsbedrohte Arten und Lebensräume besitzt das Grüne Band inzwischen überregionale, oft sogar bundesweite Bedeutung. Nach aktuellen Erhebungen sind bundesweit noch 87 % des Grünen Bandes als Biotopverbund intakt. 13 % des Grünen Bandes weisen Lücken im Biotopverbund auf. Dabei hat Sachsen-Anhalt mit einer Gesamtlänge von ca. 100 km den größten Anteil an Lücken und trägt somit für den Lückenschluss im Grünen Band eine besondere Verantwortung.

Im Jahr 2005 hat die Bundesregierung das Grüne Band als Teil des Nationalen Naturerbes anerkannt. 2009 hat der Deutsche Bundestag das Grüne Band als Teil des Nationalen Biotopverbundes in das Bundesnaturschutzgesetz aufgenommen. Im aktuellen Koalitionsvertrag für Sachsen-Anhalt ist die Ausweisung des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument als Ziel der „Kenia-Koalition“ vereinbart.  
Eine zügige Ausweisung des Grünen Bandes in Sachsen-Anhalt als Nationales Naturmonument würde der besonderen Verantwortung des Landes gerecht und würde den Schutz des Grünen Bandes vor weiteren Eingriffen sowie das Bewahren seiner kulturhistorischen Bedeutung als Erinnerungslandschaft besser als jeder andere Schutzstatus ermöglichen.

Das Grüne Band kann mit seinem Dreiklang aus Naturschutz, Grenzgeschichte und Kultur als wichtiger Impulsgeber einer nach-haltigen Regionalentwicklung dienen. Gerade die Erfahrungen aus unsere Aktivitäten am Grünen Band in der nördlichen Altmark zeigen, dass dieses Miteinander sehr gut gelingen kann und das Grüne Band nicht als neue Grenze verstanden wird.
Die Ausweisung neuer, grenzüberschreitender Rad- und Wanderwege sowie die Angebote zu Führungen laden die Menschen ein diesen Raum in all seinen Facetten kennen zu lernen.
Auch im Hinblick auf die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland und Europa erinnert uns das Grüne Band daran, dass ein friedlicher gesellschaftlicher Umbruch durch die Entschlossenheit und den Mut vieler Menschen möglich ist. Es gilt aus den Erfahrungen der deutschen Wiedervereinigung Kraft und Mut für die Zukunft zu schöpfen. Auch dafür steht das Grüne Band als Symbol.

Das „Nationale Naturmonument“ ist eine Kategorie nach dem Bundesnaturschutzgesetz für Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz von nationaler Bedeutung. Gebiete, die „1. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen und 2. wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit von herausragender Bedeutung sind.“ können als Nationale Naturmonumente ausgewiesen werden. Für die Ausweisung ist die jeweilige  Landesregierung zuständig.  

Nehmen Sie Kontakt auf!

Dieter Leupold

Projektleiter Grünes Band Sachsen-Anhalt bei der BUND-Stiftung
E-Mail schreiben Tel.: 039000 - 90872 Mobil: 0151 - 12558830 Fax: 039000 - 51232

  

Blog: "30 Jahre Grünes Band"

In 60 bis 70 Tagesetappen möchte eine Journalistin das Grüne Band zu Fuß erkunden. Ihre selbstgestellte Tagesaufgabe: täglich ein Interview mit Menschen aus Ost und West führen.

Zum Wanderblog

Der aktuelle Veranstaltungskalender

Die BUND-Koordinierungsstelle Grünes Band bietet zahlreiche Veranstaltungen an.

Den aktuellen Veranstaltungsplan finden Sie hier...

Alle Führungen sind kostenfrei, um eine Spende wird gebeten. Anmeldungen sind erwünscht.

Anmeldung und weitere Informationen erhalten Sie unter Tel.: (03901) 3939758 oder ute.machel(at)bund-sachsen-anhalt.de

Möchten Sie eine individuelle Führung zu einem bestimmten Thema oder in einem speziellen Gebiet buchen? Wir unterbreiten Ihnen auch gerne ein auf Ihre Wünsche zugeschnittenes Angebot.  

Publikation "Grünes Band Europa"

Blog: "Mein Grünes Band"

Stefan Reeg fährt im August/September zum 30-jährigen Jubiläum das gesamte Grüne Band mit dem Fahrrad ab. Lesen Sie seine Erlebnisse in seinem Blog:

Zum Radblog

BUND-Bestellkorb